Fedor Emelianenko
Fedor Vladimirovich Emelianenko gehört zu den ganz großen des MMA-Kampfsports. Er wird von vielen Kennern als der beste MMA-Fighter zurzeit bezeichnet. Mit einer eindrucksvollen 32:1 Kampfstatistik untermauert der gebürtige Ukrainer diesen Anspruch.
Fedor Emelianenko wurde 1976 in der Sowjetunion geboren und hat die russische Staatsbürgerschaft. Seine ersten Erfahrungen mit dem Kampfsport sammelte er im Sambo, einer russisch-sowjetischen Kampfsportart, deren wichtigste Kampfarten aus Karate, Boxen, Judo und Jiu-Jitsu besteht. Eine Sportart die auch der russische Präsident Vladimir Putin und der WWE-Wrestler Vladimir Kozlov ausgeübt haben.
Fedor Emelianenkos eindrucksvolle Karriere begann im Jahre 2000 in der Organisation RINGS. Dort trat er insgesamt elfmal an und gewann zehn Kämpfe. Die einzige Niederlage seiner Karriere kassierte er gegen Tsuyoshi Kusaka mit einem Technischen KO nach bereits 17 Sekunden. Die Niederlage ist umstritten, da Kusaka einen unerlaubten Schlag anbrachte und Fedor Emelianenko eine Schnittverletzung zufügte, weshalb der Ringrichter den Kampf abbrach und zu Gunsten des Japaners wertete.
Gegen Chris Haseman gewann Fedor Emelianenko das Rings World Class Turnier in Yokohama. Im Juni 2002 debütierte Fedor Emelianenko bei Pride Fighting Championship. Dort blieb er bis Ende 2006 und absolvierte insgesamt 15 Kämpfe für die Promotion.
Bei Pride 25: Body Blow im März 2003 in Yokohama gewann Fedor Emelianenko schließlich den Pride Schwergewichts-Gürtel im Kampf gegen den Brasilianer Antonio Rodrigo Nogueira. Nach dem Gewinn der Pride World Heavyweight Championship gab es einen kurzen Abstecher für ein Match in seine alte Rings- Liga. Den Kampf in Litauen entschied er ebenfalls für sich.
Im Jahre 2004 setzte sich Fedor Emelianenko bei der Pride Heavyweight Grand Prix Series 2004 durch. Im Finale kam es zu einem Unentschieden gegen den alten Champion Nogueira, nachdem es einen unabsichtlichen Headbutt gab und der Kampf abgebrochen wurde. Nogueira hatte inzwischen einen Interimstitel bei Pride errungen. Bei Pride Shockwave 2004 folgte die dritte Konfrontation der beiden. Es ging um den Undisputed Pride World Heavyweight Champion. Schließlich setzte sich Fedor Emelianenko gegen Brasilianer durch.
Im April 2005 bei der Veranstaltung Pride Bushido 6 gelang dem Russen die Revanche für seine einzige Niederlage beim zweiten Aufeinandertreffen mit dem Japaner Tsuyoshi Kusaka. Diesmal besiegte er Kusaka nach 10 Minuten, als der Arzt das Match stoppte.
Es folgte eine erfolgreiche Titelverteidigung gegen den Kroaten Mirco (Cro Cop) Filipovic bei Pride Final Conflict 2005. Die letzte Titelverteidigung erfolgte am 31. Dezember 2006 in Saitamo, Japan gegen den Australier Mark Hunt. Mit einem Aufgabegriff blieb Fedor Emelianenko somit ungeschlagener Champion von Pride. Das war auch der letzte Kampf bei Pride.

Die Promotion wurde 2007 an die Besitzer der Konkurrenzliga UFC verkauft und geschlossen. Der Vertrag mit Fedor Emelianenko wurde aufgelöst. Viele erwarteten bereits damals einen Wechsel des Russen zur UFC, doch er entschied sich anders. Der Russe wollte weiterhin an den Sambo-Turnieren teilnehmen. Sein Pridevertrag hatte so eine Klausel besessen. Der UFC war es jedoch nicht recht, dass Fedor Emelianenko bei anderen Promotions auftreten würde.
2008 wurde der Russe bei der World Alliance of Martial Mixed Arts (WAMMA) unter Vertrag genommen. Die Promotion wurde von dem Milliardär Donald Trump ins Leben gerufen. Fedor Emelianenko errang gleich zu Beginn den WAMMA- Schwergewichtsgürtel. Mitte 2009 brach die Liga zusammen und Fans und Kenner der MMA-Szene rätselten, wo der begehrte Fedor Emelianenko nun hinwechseln würde.
Wieder war die UFC wieder erste Anlaufstelle. Trotz eines hochdotierten Vertragsangebotes lehnte der wohl beste MMA-Schwergewichtskämpfer derzeit ab. Vielleicht spielten die Gründe von früher eine Rolle (Teilnahme an den Sambo-Turnieren), genaueres ist bisher jedoch nicht bekannt. Es scheint Fedor Emelianenko jedoch nicht nur um das Geld zu gehen.
Ende August verkündete die eher kleine Liga Strikeforce die Vertragsunterzeichnung mit dem ehemaligen Pride- und WAMMA-Champion. Fedor Emelianenko soll sein Strikeforce- Debüt im November feiern.
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